Wer eine private Krankenversicherung abgeschlossen hat, der hat einen Vertrag mit einem privatrechtlichen und nicht mit einem staatlichen Versicherungsunternehmen geschlossen. Das ist auf einer ganz grundsätzlichen Ebene einer der wesentlichen Unterschiede zur gesetzlichen Krankenversicherung. Beide Seiten, sowohl der Versicherte als auch das Versicherungsunternehmen, wollen von der privaten Krankenversicherung profitieren. Die Unternehmen setzen deshalb den Beitrag so fest, dass das Alter, der Gesundheitszustand und das Einkommen des Versicherten berücksichtigt werden. Einfluss auf den Beitrag hat zudem, welche Leistungen versichert werden sollen. Die Bandbreite reicht von der Vollversicherung bis hin zu Zusatzversicherungen für die Reise oder für einen Krankenhausaufenthalt.
Da die Versicherungsunternehmen nicht zur Aufnahme von Antragstellern verpflichtet sind und weil zudem der monatliche Beitrag deutlich höher als bei der gesetzlichen Krankenversicherung ist, ist nur eine Minderheit unter den Deutschen privat krankenversichert. Im Jahr 2008 soll die Zahl der Deutschen, die eine private Krankenversicherung haben, bei etwa 8,6 Millionen gelegen haben. Das entspricht knapp elf Prozent der Bevölkerung.
Bei der Ärzteschaft sind diese knapp elf Prozent besonders gern gesehene Patienten. Die privaten Versicherer bezahlen die Ärzte nämlich schlicht besser als die gesetzlichen Krankenversicherungen es tun (können). Auch im Umgang mit ihren Versicherten sind die privaten Unternehmen großzügiger als ihre staatlichen Entsprechungen. Die wiederum, das muss man ihnen zugutehalten, versichern dafür auch die sozial Schwächeren ohne Murren.
Es gibt viele Fälle, in denen Menschen irgendwann die private Krankenversicherung nicht mehr wollen oder sich nicht mehr leisten können. Dann ist es gar nicht so einfach, den Weg zurück in die gesetzliche Krankenversicherung zu finden. Dafür müssen dann strenge Voraussetzungen erfüllt werden.
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August 15th, 2010
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